Chianti

Das Chianti-Gebiet, auch Colline del Chianti (Chianti-Hügel) oder Monti del Chianti (Chianti-Berge) genannt, ist eine Hügelkette (Gebirgskette) im Zentrum der Toskana, in der schon seit Jahrhunderten Chianti-Wein produziert wird. Das Weinbaugebiet macht ca. ein Drittel der gesamten Toskana aus.

Das Gebiet wurde zuerst von den Etruskern und danach von den Römern besiedelt. Beide Kulturen hinterließen viele Spuren – auch, was den Weinbau angeht. Erstmals dokumentiert wurde das Gebiet als Clanti im 8. Jahrhundert. [3] Im Mittelalter kämpften Florenz und Siena um die Vorherrschaft in diesem Gebiet. Der Name „Chianti“ (Lega del Chianti) stand ursprünglich für einen Militärbund der Städte Radda, Castellina und Gaiole, der im 13. Jahrhundert[2] entstand. Später wurde der Name auf immer größere Gebiete ausgeweitet. Dörfer und Klöster, Burgen und Festungen wurden in dieser Zeit errichtet, die dann später, als es wieder friedlicher wurde, in Landgüter und Villen umgewandelt wurden. In dieser Zeit fanden umfangreiche Waldrodungen statt, um Olivenhaine und Weinberge anzulegen. Diese Veränderungen brachten wirtschaftliche Erfolge und internationalen Ruhm für die Region.

Blick von den Weinbergen auf das Weingut Rocca di Castagnoli